Im Oktober war Erika Steinbach zu Gast auf Schloß Stettin zum Thema "Flucht und Vertreibung"

In der vollbesetzten Brunnenhalle auf Schloß Stetten sprach Erika Steinbach, ehem. Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen und menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, auf Einladung der Jungen Union Künzelsau, der CDU Künzelsau und der Senioren Union Hohenlohe zum Thema „Flucht und Vertreibung gestern und heute“.
Nach der Begrüßung durch den JU-Stadtverbandsvorsitzenden Matthias Heindl, der den Gast für seine geradlinige Meinung und Furchtlosigkeit lobte, begann Erika Steinbach ihren Vortrag. Die Abgeordnete machte deutlich, was Flucht und Vertreibung bedeutet und welche Schrecken auch die Deutschen durchmachen mussten. „Der 8. Mai 1945 war für viele kein Tag der Befreiung“, so die ehem. Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen. „Viele deutsche Frauen und Kinder wurden von den Eroberern vergewaltigt und ermordet – und wurden brutal aus ihrer Heimat verjagt, die völkerrechtswidrig annektiert wurde.“ Auch damals gab es in Deutschland Probleme, die Flüchtlinge aufzunehmen und diese zu versorgen. Allerdings integrierten sich diese rasch – denn diese Flüchtlinge waren Deutsche, waren Christen. Bei vielen verrät heute nur noch der Nachname, dass sie Ostpreußen oder Sudeten sind. Daher können die deutschen Vertriebenen nicht mit der heutigen Flüchtlingsproblematik verglichen werden. Heute kommen meist keine Familien, keine Christen, keine wirklich Verfolgten, sondern hauptsächlich männliche Wirtschaftsflüchtlinge, angelockt von einem Sozialsystem, von dem es ich gut leben lasse, so Erika Steinbach. Wirklich Verfolgten müsse geholfen werden – da seien aber auch andere Länder in der Pflicht.
Erika Steinbach würdigte ferner das Engagement von Prof. Dr. Wolfgang Freiherr von Stetten, der aufgrund seiner Verdienste für die Wolfskinder die Verdienstmedaille des Bundes des Vertriebenen erhalten hatte.
Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende David Kappel bedankte sich für die Ausführungen von Erika Steinbach und moderierte die anschließende Fragerunde im vollen Saal auf Schloß Stetten. Erika Steinbach machte deutlich, dass die Bundesregierung endlich handeln– und Gesetze auch anwenden müsse. Es könne nicht sein, dass Illegale geduldet und Straffällige nicht sofort abgeschoben würden, aber kein Platz für wirklich Verfolgte sei. Es müsse endlich sofort und konsequent abgeschoben werden. Illegale Einwanderung in unser Sozialsystem dürfe nicht geduldet werden. Außereuropäische Staaten wie die Türkei müssten unterstützt werden bei der Aufnahme von Flüchtlingen – dort werden sie schon nicht mehr an Leib und Leben bedroht.

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